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wahrnehmen — — — bewegen — — — verändern
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Die wichtigsten Bewegungsabläufe, die wir im Kleinkindalter entwickeln (beispielsweise Rollen, Sitzen, Stehen, Gehen), werden automatisiert und laufen weitgehend unbewusst ab, ebenso die vielen Alltags­handlungen, die wir uns im weiteren Leben aneignen. Diese automatisierten Bewegungsabläufe befähigen uns zwar, sie schnell und ohne weiteres Nachdenken auszuführen, sie können jedoch auch zur Hemmnis werden, wenn sich unsere Lebensbedingungen oder die Möglichkeiten unseren Körpers verändern. Dann müssen wir die automatisierten Handlungsmuster überprüfen und und sie an die veränderte Situation anpassen. Geschieht dies nicht, reagieren wir stereotyp und können neuen Herausforderungen nicht standhalten.

Ein gutes Beispiel für die Musterbildung sind Schonverhalten nach Verletzungen, Unfällen oder Operationen. Ein Schonmuster ist zunächst sinnvoll, um die verletzte Stelle zu schützen. Bleibt es jedoch über längere Zeit erhalten, nimmt unser Nervensystem es nicht mehr wahr und kann es auch nicht abstellen, wenn der Grund für das Schonverhalten nicht mehr vorhanden ist. Mit der Feldenkrais-Methode kann man diese Muster bewusst machen, sie auf ihre Effizienz überprüfen und auch auflösen.